Das erste Jahr
So war der Anfang:Calli lässt sich kaum anfassen, ist scheu, unruhig und ängstlich. Er lässt sich nur ungern aufhalftern, an Hufe geben ist gar nicht zu denken. Die Puschels sind verklebt und müssten dringend gebürstet und gepflegt werden, aber das geht nicht, weil er sich an den Beinen nicht anfassen lässt. Das so beliebte kräftige "auf den Hals klopfen" findet er total doof und reagiert darauf mit ausweichen und weglaufen. Anbinden und Hinstehn zum putzen mag er überhaupt nicht.
Auf seinem Hinterteil finde ich eine große verkrustete Narbe, offensichtlich vom Transport. Von der Mähne fehlt in der Mitte ein großes Stück, wahrscheinlich beim Transport aus Irland entweder weggerissen oder weggeknabbert worden.
In seiner schönen großen Paddockbox fühlt er sich offensichtlich gleich wohl, auch der Streifenvorhang nach draussen ist für ihn null Hindernis (das war bei Nessie gaanz anders). Wenn das aufhalftern oder trensen geschafft ist, fangen die Probleme erst an, er will mir nicht folgen. Es ist zeitweise so schlimm, dass er gar nicht aus der Box rauskommen will. Komischerweise ging er rückwärts. Tja, dann gingen wir eben rückwärts. Anfangs war ich schon froh, wenn er 20-30 m weit ging (meistens rückwärts J).
Es folgten einige Wochen Kampf mit viel rückwärts gehn und viel konsequentem Durchsetzungsvermögen meinerseits. Wenn ich zu viel Druck ausübte, fing er an zu steigen. Ich musste mir was einfallen lassen.
Also fing ich an Bücher zu lesen über verschiedene Erziehungsmethoden. Zwischenzeitlich ist ein ganzes Regal mit den Pferdebüchern gefüllt. Der Durchbruch kam mit den Konsequenz-Methoden von Mike Geitner www.be-strict.de und dem Clickern www.clickerreiter.de . Meine Freundin Claudia www.hundundmehr.com , die u.a. Tierheilpraktikerin, Hundetrainerin und TTEAM-Practitioner für Hunde ist, hat große Erfahrungen mit Clickertraining. Sie hat mir sehr geholfen und Calli fand das Clickern von der ersten Minute an klasse. Mit konsequentem Training und viel positiver Bestärkung konnten wir große Fortschritte machen.
http://www.calano.de/geschichte/anfang#sigProGalleria89ba81a42b